Zwischen Schritt und Schweigen,
wo der Atem den Weg erwägt,
wird die Erde zum schwingenden Organ –
ein Puls unter der Sohle.
Mein Körper zählt die Neigung
in Sehnen, in Stein,
misst den Hang als Gleichgewicht,
trägt den Wind wie eine zweite Haut,
bis eine Regung, kaum merklich,
von den Muskeln ins Innere sinkt.
Mein Leib aber,
dieses offene Gefäß,
trinkt das Unsichtbare:
das Zittern der Erinnerung,
das Wasser, das nie meine Lippen fand,
und das Licht, das mich durchquert,
ohne zu bleiben.
Ich wache,
weil die Sonne meine Schatten wirft.
Ich träume,
weil die Wärme in mir Türen öffnet –
Räume, die kein Name kennt.
So gehen wir:
der eine, ein Gelenk aus Zeit,
der andere, ein Flügelschlag im Nichts.
Bis der See uns fraglos hält
und der Spiegel vergisst,
welches Ich er spiegeln soll.
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*Inspiriert von Jean-Jacques Rousseaus "Träumereien eines einsamen Spaziergängers (1776-1778)"